Speed Dating mit potenziellen Arbeitgebern

Ein Fachhochschul- oder Universitätsabschluss garantiert nicht mehr automatisch einen Job. Bei der «Langen Nacht der Karriere» haben Studierende und Alumni von 14 Hochschulen die Möglichkeit, sich fit zu machen.

Die "Lange Nacht der Karriere" an der ETH, der Universität Zürich und rund einem Dutzend weiteren Bildungsstätten war bisher ein voller Erfolg.

Die "Lange Nacht der Karriere" an der ETH, der Universität Zürich und rund einem Dutzend weiteren Bildungsstätten war bisher ein voller Erfolg.

Von AKV


Karriere habe viele Facetten, heisst es bei den Veranstaltern, den Career Services Schweizer Hochschulen. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich fachlich auszutauschen, um voneinander und miteinander zu lernen und gemeinsame Ziele zu verwirklichen: Die Professionalisierung soll gefördert werden, und die Career Services verstehen sich als «Schnittstelle zwischen Hochschule und Berufswelt». Dabei steht die «Employability» im Zentrum, das heisst die Arbeitsmarktfähigkeit.


Generation Praktikum


Zwar geistert das Wort vom «Fachkräftemangel» durch die Welt. Aber das gilt nur für bestimmte Richtungen. Viele Studierende müssen sich heute früher und intensiver mit Plänen für das Berufsleben nach dem Studium befassen. Die «Generation Praktikum» bekommt kaum mehr feste Anstellungen, ohne ein Praktikum absolviert zu haben, oder mehrere. Und oft sind diese Praktika nichts anderes als verkappte temporäre Anstellungen zu Niedrigstlöhnen.
Die Nacht der Karriere soll keine reine Jobmesse sein, «sondern ein Event mit vielseitigem, interaktivem Programm in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern, Professionals, Alumni u.v.a.» heisst es auf der Webseite. Die Nachfrage ist seit dem ersten Event vor drei Jahren rapide gestiegen.
Einen Abend lang können sich Studierende, Doktoranden und Alumni an ihrer Hochschule mit der beruflichen Zukunft beschäftigen, Ideen sammeln, in einem lockeren und vergnüglichen Rahmen potenzielle Arbeitgeber kennen lernen, Kontakte knüpfen und sich für Bewerbungen fit machen.
Das abwechslungsreiche Programm bietet unter anderem Bewerbungsfotoshootings, die sich als besonders begehrt entpuppt haben, CV-Checks, Interviewtrainings, Stilberatung, Einblicke in Karrierewege, Alumni Lounges, Workshops, Career Speed Datings, Karrieregames und dazu Essen und Getränke.


Potenzielle Nachwuchskräfte


Natürlich ist ein solcher Anlass auch für Arbeitgeber interessant: Sie können ihre Firmen und ihre Führungsphilosophie präsentieren, sich aktiv im Programm engagieren und gleichzeitig Kontakte zu potenziellen Nachwuchskräften aufbauen.
Besonders wichtig sei die Erkenntnis, dass es nicht nur auf nachweisbare Leistungen ankommt, sagte eine Teilnehmerin an der letztjährigen «langen Nacht der Karriere» an der Universität Bern. Denn makellose Studiengänge und Abschlüsse könnten die meisten Mitbewerber vorweisen: «Ihr Leistungsausweis ist wichtig, aber noch wichtiger ist es, ein klares Bild von der eigenen Motivation zu vermitteln und gut auf das Gegenüber zu achten», schrieb der «Bund» dazu.


Quelle: Tages Anzeiger, Beilage BILDUNG


Weiterführende Informationen:
www.lnoc.ch


(Erstellt: 18. Oktober 2017)

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