Endstation Büro?

Oft wird der Entscheid für eine kaufmännische Grundbildung eher zufällig gefällt. Wer bereit ist, sich weiterzuentwickeln, kann vom heutigen Bildungssystem profitieren, denn ein KV-Abschluss kan viele Türen öffnen.

Von Regula Zellweger


«Hast Du eine Lehrstelle?»


Diese wohlgemeinte Frage kann Jugendliche zur Weissglut treiben. Bereits mit 14 Jahren sollen sie einen ersten Berufswahlentscheid treffen, berufswahlreif sind junge Menschen aber erst mit 18 Jahren. Kein Wunder, wenn Teenager dem wiederum wohlgemeinten Rat folgen: «Mach doch das KV!» Endlich können sie die Frage nach der Lehrstelle beantworten.
Heute steht ihnen die Welt dank der Durchlässigkeit des Bildungssystems und dem breiten Weiterbildungsangebot offen, wenn sie gewillt sind, ihre Laufbahngestaltung aktiv zu gestalten – immer wieder neu.


Anforderungen der Wirtschaft


Die Anforderungen an Erwerbstätige diktiert der Arbeitsmarkt. Wer nicht kräftig vorwärts schwimmt, wird rückwärts getrieben. Die Unternehmen kommunizieren, welche Kompetenzen sie brauchen. Wichtigste Erfolgsfaktoren: Erfolgreich abgeschlossene Weiterbildungen, berufliche Erfahrung sowie das persönliche und berufliche Netzwerk.
Wer sich in der Arbeitswelt optimal positionieren will, orientiert sich einerseits an den eigenen Talenten und Fähigkeiten, anderseits am Arbeitsmarkt. Was ist von den Unternehmen gefragt?
Fachleute sind sich einig: Mit einer beruflichen Grundbildung ohne Weiterbildung wird keine grosse Weiterentwicklung möglich sein. Auch für KV-Absolventen gilt die alte Fussballerweisheit: Das Ende des Spiels ist der Anfang des nächsten Spiels.


Alles andere als eine Sackgasse


Wer eine kaufmännische Grundbildung mit Berufsmatura absolviert, hat nach der Lehre den Zugang zu einem Fachhochschulstudium. Die Berufsmatura kann auch vollzeitlich berufsbegleitend nachgeholt werden. Berufliche Neupositionierungen können mit Stellenwechseln und Weiterbildungen angepeilt werden.
14 kaufmännische Arbeitsbereich stehen KV-Absolventen für eine berufliche Neupositionierung zur Auswahl, wenn sie ihre Laufbahn im KV-Bereich zielorientiert gestalten wollen. Wem die Wahl einer grundsätzlichen Richtung schwer fällt, kann sich in einem BIZ beraten lassen oder eine Laufbahnberatung in Anspruch nehmen.


Nicht nur für Junge


Junge Menschen nutzen ihre Chancen. Über 90 Prozent aller jungen Kaufleute wollen sich nach der abgeschlossenen Grundausbildung weiterbilden. Selbst wenn der Lehrabschluss einige oder viele Jahre zurückliegt, stehen Wege offen, wenn man bereit ist, sich on the Job und mittels Weiterbildung neu zu positionieren.
Wer keinen kaufmännischen Lehrabschluss nachweisen kann, hat je nach Berufserfahrung und Bildungsstand vier Wahlmöglichkeiten, ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ oder ein eidgenössisches Berufsattest EBA nachträglich zu erwerben:


• Die berufliche Grundbildung nachholen.
• Die verkürzte berufliche Grundbildung absolvieren.
• Die direkte Zulassung zur Abschlussprüfung, Vorbereitung in eigener Regie.
• Die Validierung von Bildungsleistungen.

Lassen Sie sich in einem BIZ informieren.


Berufliche Ziele definieren


Unternehmen übertragen die Verantwortung für die individuelle Weiterbildung heute vermehrt ihren Mitarbeitenden. Sie sehen Weiterbildung als Holschuld. Mitarbeitende bringen anlässlich des jährlichen Qualifikationsgesprächs Vorschläge für ihre Weiterbildung ein, womit sie sich einerseits selbst profilieren, anderseits dem Unternehmen aber auch einen Mehrwert bringen.
Weiterbildungsplanung ist Laufbahnplanung in drei Schritten:


1. Standortbestimmung
2. Ziel definieren
3. Weg zum Ziel wählen, also das Weiterbildungsangebot


Generell ist die Beantwortung der Frage «Welche Weiterbildung würde mir Spass machen?» zu wenig differenziert. Es geht nicht nur ums Was, es geht ums Wozu: «Wie soll sich mein Leben nach erfolgter Weiterbildung verändern? Wie werde ich dann arbeiten, mich verhalten, denken und fühlen? Wie wird mein Selbstbild sein? Und welche Zukunftsperspektiven eröffne ich mir mit der Weiterbildung?»


Quelle: Tagesanzeiger, Beilage «BILDUNG»


Weiterführende Informationen:
www.Berufsberatung.ch


(Erstellt: 14. Juli 2017)

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