Im Gesundheitswesen seine Stärken ausleben

Die Zahl der Berufe im Gesundheitswesen ist gross und die Ausbildungen reichen von der Lehre mit Berufsattest bis zum Hochschulstudium. Und für einzelne Berufe sind sogar verschiedene Ausbildungswege offen.

Von Christine Nydegger


Der meist erlernte Beruf im Gesundheitswesen ist jener der Fachfrau oder des Fachmanns Gesundheit (FaGe). Die Lehre im Spital oder in einer Langzeitpflege-Institution dauert drei Jahre und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Für viele bildet sie ein Sprungbrett für weitere Ausbildungen. Aber auch jene, die mit dem schulischen Stoff dieser Lehre Mühe haben, erhalten Gelegenheit, im Gesundheitswesen tätig zu sein: Als Assistentin oder Assistent Gesundheit und Soziales. Dafür wird der Stoff der FaGe-Ausbildung des ersten Jahres auf zwei Jahre aufgeteilt. Danach ist es möglich in der FaGe-Ausbildung weiter zu machen, oder eben den Beruf der Assistentin Gesundheit und Soziales auszuüben.


Am ganz oberen Ende der Skala steht die universitäre Ausbildung: Ärztinnen und Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und auch Tierärzte. Nach dem Gymnasium und der Matur muss vor dem Medizinstudium eine Eignungsprüfung abgelegt werden. An den drei deutschsprachigen Universitäten Zürich, Bern und Basel besteht zurzeit eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus), die auch für die Zahnmedizin gilt. Sechs Jahre oder 12 Semester dauert das Medizinstudium, drei Jahre Bachelor und drei Jahre Master. Das Studium für Zahnärzte dauert fünf Jahre, die ersten drei Jahre zusammen mit den Humanmedizinern.


Obligatorische Weiterbildung


Wenn die Zahnärztinnen das Staatsexamen in der Tasche haben, dürfen sie ihren Beruf ausüben. Bei den Ärzten folgt nach sechs Jahren Studium mit den darin enthaltenen Praktika, die eidgenössische Prüfung Humanmedizin. Aber das ist noch nicht das Ende der Ausbildung: Danach ist die obligatorische Weiterbildung an Spitälern und in Arztpraxen Pflicht, die auch mit sogenannten Fachexamen abgeschlossen werden. Erst nach dieser Assistenzzeit dürfen Ärztinnen und Ärzte in eigener Verantwortung kranke Menschen behandeln.


Viele Berufe liegen dazwischen. Da ist die FaGe, die sich an der Höheren Fachschule zur Diplomierten Pflegefachfrau HF ausbildet, oder die FaGe mit Berufsmatur, die an der Fachhochschule bis zur Pflegeexpertin mit Masterabschluss weitermachen kann. Da gibt es Querverbindungen, wie die medizinische Praxisassisten­tin, die nach dem Ablegen der Berufsmatur an der Fachhochschule Hebamme studiert. Die Bildungsgänge sind durchlässig (siehe Grafik) und machen vieles auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Auf Stufe Fachhochschule (Berufsmatur nötig) sind das zum Beispiel Ergotherapeutinnen, Physiotherapeuten und Ernährungsbera­terinnen. Auf Stufe Höhere Fachschule (Erstausbildung nötig) ist die Ausbildung von Fachfrau/-mann Operationstechnik, natürlich der Pflegefachleute HF, Dentalhygieniker, Rettungssanitäter, biomedizinische Analytikerinnen und Fachpersonen medizinisch technische Radiologie angesiedelt. Dazu kommen verschiedene Lehrberufe wie medizinische Praxisassis­tentin, die Dentalassistentin, FaBe in Richtung Betreuung oder die Betagtenbetreuerin.


Eine Vielzahl von Berufen ist im Gesundheitswesen erlernbar, und fast alle persönlichen Ansprüche und Stärken können in diesen Berufen ausgelebt werden.


Quelle: Tages-Anzeiger, Beilage "BILDUNG"


Weiterführende Informationen:
berufsberatung.ch


(Erstellt: 24. Mai 2017)

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