Das digitale Kind braucht Begleitung

Handys gehören heute für die meisten Kinder und Jugendlichen zur Grundausstattung. Das treibt vielen Eltern Sorgenfalten auf die Stirn. Sie können aber dafür sorgen, dass ihr Nachwuchs digital sicher unterwegs ist.

Von Petra Cupelin


Während die Jüngsten in der Regel noch auf die Geräte ihrer Eltern zugreifen, haben Kinder ab einem Alter von etwa zehn Jahren meistens ein eigenes Mobiltelefon. Zwar sind die Kinder für ihre Eltern ab sofort besser erreichbar, was im Alltag organisatorische Vorteile mit sich bringt. Die meisten Handys sind aber heute Smartphones und verfügen neben der Möglichkeit zu telefonieren, SMS zu schreiben oder zu fotografieren auch über Internetzugang. Die Internettauglichkeit der Geräte öffnet den Jugendlichen das grosse Worldwide Web mit schier unbegrenzten Möglichkeiten zu chatten, Musik und Videos zu konsumieren oder Games herunterzuladen.


Der kaum kontrollierbare Zugang ins Netz birgt aber auch viele Gefahren: Durch Seiten mit Gewaltdarstellungen oder pornografischem Inhalt können die Jugendlichen in Kontakt mit Pädophilen oder Extremisten geraten. Dazu kommen Formen von Missbrauch, die in den vergangenen Jahren Einzug in die Klassenzimmer und Pausenplätze hielten. So etwa das Cybermobbing. Mit absichtlichem Blossstellen, Belästigen oder Bedrohen auf sozialen Medien, Video- oder Chatportalen werden die Opfer gezielt ausgegrenzt und diffamiert.


Handy – ab wann?


Gute Gründe für Eltern, sich mit den Handys und deren Möglichkeiten zu beschäftigen. Ab welchem Alter sie ein Handy erlauben sollen, lässt sich nicht generell beantworten. Die einen Experten empfehlen ein Einstiegsalter von zwölf Jahren. Andere Fachleute sind der Ansicht, dass Kindern heutzutage Handys kaum vorzuenthalten sind, und setzen auf Begleitung, Unterstützung und Befähigung. Sicher ist: Je jünger das Kind, umso weniger kann es die recht­lichen, sicherheitsrelevanten, moralischen und ethischen Aspekte ihrer Handynutzung einschätzen. Und umso mehr Begleitung braucht es.


Erklären, begleiten und kontrollieren


Eltern sollten ihren Kindern beim ersten Handy einen sinnvollen Gebrauch und die möglichen Kosten verständlich erklären. Spezielle Kinderhandys, Filtersoftware oder Jugendschutzeinstellungen schützen vor schädlichen Inhalten. Viele Probleme lassen sich zudem umgehen, wenn Eltern zusammen mit ihren Kindern Regeln aufstellen. Eine solche Vereinbarung kann z.B. festlegen, wie, wann und wie lange das Handy genutzt wird, wer für die Kosten aufkommt und welche Angebote oder Apps erlaubt sind.


Gerade bei Kindern und jüngeren Jugendlichen sollten die Eltern periodisch überprüfen, ob die Regeln eingehalten werden – am besten gemeinsam mit dem Kind direkt am Gerät. Die Regeln zur Handynutzung sollten periodisch überprüft und dem Alter entsprechend angepasst werden.


Quelle: Tages Anzeiger, Beilage «Bildung»


Weiterführende Informationen:
www.elternet.ch


(Erstellt: 27. April 2017)

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