Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen

Globales Wachstum, knappe Ressourcen und Klimawandel: Vor diesem Hintergrund werden Fachkräfte im Umweltbereich immer wichtiger.

Von pd


Wer einen umweltbewussten Haushalt führt, trennt seinen Abfall. Sperrgut, Elektronikschrott, Papier, Karton, Altmetall oder Batterien – für all diese Materialien gibt es eine Sammelstelle oder einen Abfuhrtag. Via Depot oder Transportlastwagen wandern diese sogenannten Wertstoffe schliesslich beim Recyclingunternehmen. Und dort beginnt die Arbeit der Recyclisten.

Recyclistinnen und Recyclisten sammeln weggeworfene Materialien und verwerten sie weiter, sortieren und lagern die Wertstoffe, verladen diese zur Wiederverwertung und entsorgen die Nebenprodukte umweltgerecht.

Die dreijährige Grundbildung ist – neben jener zum Entwässerungstechnologen oder zur Entwässerungspraktikerin – eine der drei Berufslehren, die es momentan im Umweltbereich gibt.

Der Arbeitsmarkt im Umweltbereich birgt nach wie vor ein grosses Potenzial. Vor dem Hintergrund globalen Wachstums, immer knapperen Ressourcen, des Klimawandels und der zunehmenden Urbanisierung gewinnen Berufe mit Bezug zur Umwelt und nachhaltiger Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Besonders gefragt sind Fachkräfte, welche nachhaltigkeitsrelevante Probleme früh erkennen, dafür Lösungen entwickeln und diese verantwortungsvoll umsetzen können.

Die Bildungsinstitutionen haben dieses Potenzial erkannt und während der letzten zwanzig Jahren ein breites Weiterbildungsangebot geschaffen, auf allen Bildungsstufen.


Zwei Jahre im Voraus ausgebucht


Eine davon ist zum Beispiel die Berufsprüfung zum Brunnenmeister oder der Brunnenmeisterin. Wer diese absolvieren möchte, braucht eine abgeschlossene Berufslehre und mindestens drei Jahre Berufserfahrung bei einem Wasserversorgungsunternehmen. Nach erfolgreichem Prüfungsabschluss sind Brunnenmeister und Brunnenmeisterinnen zuständig für den Betrieb, die Überwachung und den Unterhalt von Wasserversorgungsanlagen.

Sie kontrollieren zum Beispiel, ob aus Brunnen und Wasserhähnen
jederzeit einwandfreies Trinkwasser fliesst, warten Hydranten, und lesen die Wasserzähler in Privathaushalten ab. Bei Neu- und Umbauten prüfen BrunnenmeisterInnen die durch Privatfirmen erstellten Installationen.

Die Vorbereitungskurse umfassen etwa 200 Lektionen und sind in der Regel innerhalb von sechs Monaten zu bewältigen. Allerdings ist eine frühzeitige Ausbildung zu empfehlen: Die Kurse sind in der Regel zwei Jahre im Voraus ausgebucht.


Fünf Vertiefungsrichtungen


Auf der Hochschulstufe gibt es verschiedenste Bachelor- sowie Masterstudiengänge. Ein breites Feld lernen darunter beispielsweise angehende Umweltingenieure FH kennen. Im Zentrum dieser Ausbildung steht der schonende und nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen. Sie arbeiten im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft. Mit ihrem natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Wissen übernehmen sie diverse Fach- und Führungsaufgaben. Der Studiengang dauert drei Jahre in Vollzeit oder vier bis sechs Jahre in Teilzeit. Studierende können sich in fünf Fachrichtungen vertiefen: Land­schaft, ­Bildung und Tourismus, Biologische Landwirtschaft und Hortikultur, nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien, Naturmanagement oder Urbaner Gartenbau.


Übersichtliche Stellenplattform


Als Brückenbauer zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat die OdA Umwelt (Organisation der Arbeit Umwelt) die Jobplattform umweltprofis-jobs.ch lanciert. Vom Brunnenmeister über die Klimatologin bis zum Umweltingenieur sind alle relevanten Berufe berücksichtigt. Die Angebote sind in die Bereiche «Abfallwirtschaft und Recycling», «Energieeffizienz und erneuerbare Energien», «Natur- und Landschaftsschutz», «Umweltschutz und Umweltingenieurwesen» und «Wasser und Abwasserversorgung» unterteilt. Abgedeckt wird die ganze Schweiz. Die offenen Stellen lassen sich nach Tätigkeiten filtern.


Quelle: Tages Anzeiger, Beilage «Bildung»


Weiterführende Informationen:
www.umweltprofis-jobs.ch


(Erstellt: 19. Dezember 2016)

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